Brasilien senkt Energiekosten signifikant
Am 24. Januar gab die brasilianische Präsidentin einen Plan zur drastischen Senkdung der Energiekosten im Land bekannt. Privatkonsumenten sollen um bis zu 18% entlastet werden, Gewerbe (Industrie, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen) um bis zu 32%.
Die Reduzierung wird durch die Senkung bzw. Abschaffung von Energiesteuern ermöglicht, die ca. 12,5% der Gesamtkosten ausmachen. Außerdem werden momentan ca. 20 Zulassungen von Energieversorgern erneuert, die zwischen 2015 und 2017 auslaufen würden.
Die Präsidentin erhofft sich hierdurch eine Steigerung der Produktivität und eine Wiederbelebung des starken Wirtschaftswachstums, das mit der Eintrübung der Weltwirtschaft ins Stocken geraten ist.
Stromkosten sind ein großer Block der sogenannten "Brasilienkosten" - die Mischung aus Steuern, hohen Zinsen, Lohnkosten, Infrastruktur-Engpässen und anderen Themen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft einschränken.
Die Kostensenkungen haben große Erwartungen bei Industrieexperten geweckt. Laut Carlos Antônio Cavalcanti, Leiter der Infrastrukturabteilung der Industrievereinigung Sao Paulo (FIESP), hat bei der Industrie "Energie den selben Stellenwert wie der Wechselkurs oder Bankzinsen. Die Stärkung des Wechselkurses und die Reduzierung des Leitzinses, kombiniert mit den gesenkten Energiekosten, wird die Reindustrialisierung des Landes beschleunigen."
Quelle: Blog Fora de Pauta, BBC Brasil, Folha de São Paulo
